Alfred Herrhausen: Das Attentat ohne Täter

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00:00:00: Am dreißigsten November, Ninzehundertneunundachtzig verließ Alfred Herrhausen sein Wohnhaus im Ellerhöheweg in Bad Homburg.

00:00:07: Herrhauson war der neunundfünfzigjährige Vorstandssprecher der Deutschen Bank und galt als der bestgeschützte Wirtschaftsmanager der Bundesrepublik.

00:00:16: Sein Chauffeur Jakob Nix seit neunzehn Jahren in seinen Diensten fuhr ihn in einer gepanzerten Mercedes-S-Klasse Limousine der höchsten Widerstandsklasse.

00:00:25: Die Wagengruppe umfasste Herrhausens Wagen sowie ein Führungs- und einen Begleitfahrzeug mit Personenschützern.

00:00:33: Nach etwa drei Minuten Fahrt explodierte um acht Uhr, vierunddreißig im Sedarmweg eine technisch äußerst raffinierte Bombe.

00:00:41: Die Bombe befand sich auf dem Gepäckträger eines präparierten Kinderfahrrads am Straßenrand.

00:00:46: Herrhausen – auf dem Rücksitz hinter dem Beifahrersitz starb noch am Tatort und sein Schoffhör wurde verletzt.

00:00:53: Die zwei Komma acht Tonnen schwere Limousine wurde durch die Wucht der Druckwelle in die Luft gehoben, gedreht und fünfundzwanzig Meter weit geschleudert.

00:01:03: Ein abgesprengtes scharfkantiges Teil der inneren Türverkleidung hatte Herrhausens Oberschenkelschlagader geöffnet woraufhin er verblutete.

00:01:13: Alfred Herrhausen führte die Deutsche Bank als Vorstandssprecher zu einer der größten Banken Europas.

00:01:19: Damit war er nicht nur eine zentrale Figur der deutschen Wirtschaft sondern hatte auch politischen Einfluss.

00:01:25: Entsprechend groß war sein Personenschutz.

00:01:28: Das Hessische Landeskriminalamt und der Sicherheitsdienst der Deutschen Bank waren für seine Sicherheit zuständig.

00:01:35: Ein mobiles Einsatzkommando des Landeskriminalamtes war darauf spezialisiert, mögliche terroristische Ausspähungen zu erkennen und Verdächtige zu beobachten.

00:01:45: Zusätzlich galt für besonders gefährdete Personen ein Sicherheitskonzept des Bundeskriminalamtes das sogenannte Fahndungskonzept, Einhundertsechs.

00:01:54: Es sah unter anderem vor, verdächtige Personen und auffällige Baustellen entlang der Fahrstrecke besonders zu überprüfen.

00:02:02: Trotz dieser Maßnahmen wurde Herrhausen im September Ninzehnhundertneunundachtzig als gefährdet eingestuft.

00:02:09: Und tatsächlich gab es einen Ort, der den Sicherheitsbehörden Sorgen bereitete – Den Sedarmweg in Bad Homburg.

00:02:16: Eine vorherige Analyse hatte die Straße als Sicherheitsrisiko eingestuft.

00:02:21: An einer bestimmten Stelle war die Fahrbahn verengt.

00:02:24: In der Nähe lagen eine Bushaltestelle und die Taunustherme.

00:02:28: Die Fahrzeuge mussten dort langsamer fahren.

00:02:31: Für einen möglichen Anschlag auf einem Fahrzeugkonvoi, war dieser Abschnitt deshalb besonders problematisch.

00:02:37: Doch warum sollte überhaupt jemand Alfred Herrhausen angreifen wollen?

00:02:42: Eine mögliche Erklärung lag in seinen politischen Positionen.

00:02:46: Herrhausen hatte sich bereits in Washington, für einen teilweise Schuldenerlass für hochverschuldete Entwicklungsländer ausgesprochen.

00:02:55: Diese Forderung wiederholte er in den folgenden Jahren mehrfach.

00:02:59: Damit stellte er sich gegen Teile der internationalen Finanzwelt und kritisierte indirekt auch die bisherige Kreditpolitik großer Banken.

00:03:07: Nach seiner Ermordung entstanden deshalb Spekulationen über mögliche politische Motive.

00:03:13: Einige Gerüchte gingen sogar soweit, dass eine Beteiligung des amerikanischen Geheimdienstes CIA zu vermuten war.

00:03:20: Auch seine Unterstützung für die Reformpolitik des sowjetischen Staatschefs Michael Gorbatschow und für die Öffnung Osteuropas führte später zu Spekulationen über eine mögliche Beteilligung sowjetischer Geheimdinste.

00:03:34: Für diese Theorien wurden allerdings keine belastbaren Beweise gefunden.

00:03:38: Eine andere Frage war deshalb wesentlich konkreter Wer hatte überhaupt die technischen Möglichkeiten einen solchen Anschlag durchzuführen?

00:03:47: Denn die Bombe, die später gegen Herrhausen eingesetzt wurde war ungewöhnlich kompliziert.

00:03:53: Sie funktionierte nach einem militärischen Prinzip und war offenbar gezielt dafür konstruiert worden, die Panzerung seiner Limousine zu durchdringen.

00:04:02: Einige Historiker vermuteten deshalb dass die Täter möglicherweise Unterstützung aus dem Ausland erhalten hatten.

00:04:09: Dabei geriet unter anderem die PFLP die Volksfront zur Befreiung Palästinas in den Fokus.

00:04:16: Die Organisation verfügte Übererfahrungen mit bewaffneten Anschlägen und militärischer Technik.

00:04:22: Für diese Vermutung wurde später auch ein Ereignis herangezogen, das nur acht Tage vor dem Herrhausenattentat stattgefunden hatte.

00:04:30: Am zweiundzwanzigsten November neunzehnhundertneinundachtzig wurde der libanesische Präsident René Moawad in Beirut ermordet.

00:04:38: Auch bei diesem Anschlag kam eine technisch ähnliche Sprengfalle zum Einsatz.

00:04:43: Ganz gleich, ob die Täter dabei Unterstützung aus dem Ausland erhielten oder nicht – Die operative Planung des Anschlags war in jedem Fall von einer beispiellosen Präzision.

00:04:53: Denn die technische Raffinesse der Springvorrichtungen war nur ein Aspekt der Vorbereitungen.

00:04:59: Ebenso akribisch wurde über Wochen hinweg der Tatort selbst systematisch ausgekundschaftet.

00:05:05: Wochen vor dem Anschlag tauchten am Seedarmweg immer wieder Personen auf.

00:05:10: Anfang Oktober, Ninzehnhundertneunundachtzig gaben sich Unbekannte als Bauarbeiter aus und täuschten Arbeiten an einer Kabelleitung vor.

00:05:19: Sie meißelten die Asphaltdecke auf und verlegten ein rund sechshundachzig Meter langes Kabel durch die Grünanlage der Taunustärme.

00:05:27: Doch ein Hausmeister bemerkte die ungewöhnliche Leitung und entfernte sie.

00:05:32: Die Unbekannten gaben nicht auf!

00:05:36: diesmal als Gartenarbeiter getarnt und verlegten das Kabel erneut.

00:05:41: In den folgenden Wochen wurde der spätere Tatort immer wieder beobachtet und vermessen, was zunächst wie gewöhnliche Bau- oder Gartenarbeiten aussah war offenbar Teil einer langfristigen Vorbereitung.

00:05:53: die Täter wollten genau wissen wie sein Konvolvur wo die Fahrzeuge langsamer wurden und an welcher Stelle sich die Bombe am zuverlässigsten auslösen ließ.

00:06:02: Ende November nineteenhundertneunundachtzig schlossen ein Mann und eine Frau In Joggerkleidung mehrfach ein Fahrrad mit einem Paket am Straßenbegrenzungspfahl an.

00:06:12: Die Bombe, die am threißigsten November nineteenhundertneunundachtzig explodierte war eine projektilbildende Ladung mit sieben Kilogramm TNT – eine Variante der bei militärüblichen Hohlladungen die Panzer durchdringt.

00:06:26: Der Hersteller des gepanzerten Mercedes wusste das die Türverkleidungen zur Splitterbildung neigte.

00:06:32: Er hatte Fahrzeuge zu Umrüstung zurückgerufen Nur Herr Hausens Wagen nicht.

00:06:38: Am Morgen des dreißigsten November nineteenhundertneunundachtzig, kurz vor dem Anschlag beobachteten Zeugen fünf Attentäter und zwei Autos im Umfeld der Taunustherme.

00:06:48: Darunter waren zwei Attentäter in Jogging-Anzügen mit Kopfhörern und zwei Attzentäterinnen.

00:06:54: Ein weißer Lancia Y-X Vila stand als Fluchtwagen bereit.

00:06:59: Die Täter hatten ihn als sogenanntes Dublettenfahrzeug präpariert.

00:07:03: Kennzeichen und äußere Merkmale gleichen einem regulär in Frankfurt zugelassenen Wagen, um die Spur zu verwischen.

00:07:11: Im Gebüsch der Taunustherme an der Straße im Rosengarten deponierten die Attentäter eine batteriebetriebene Vorrichtung zur Zündung des Sprengsatzes.

00:07:20: Sie installierten eine Infrarot-Lichtschranke, die an einem Straßenbegrenzungspfal montiert war und den zugehörigen Reflektor auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

00:07:30: Eine halbe Stunde vor dem Attentat patrouillierten die spezialisierten Personenschützer den SEDAM-Weg.

00:07:36: Die in Observation geschulten Spezialisten bemerkten die offensichtlichen Vorbereitungen nicht, weder das Kinderfahrrad der Marke Globus II Tausend mit dem Sprengstoffpaket noch das Lichtschrankengerät am Pfahl – nicht das anderthaltmeterlange frei hängende Kabel zwischen Lichtschranke und Spreengstoff und auch nicht den Reflektor auf der anderen Straßenseite.

00:07:58: An diesem Morgen fuhr der Führungswagen der Deutschen Bank, in dem Alfred Herrhausen sitzt fast zweihundert Meter weit voraus was eine ungewöhnlich große Distanz war.

00:08:09: Als dieser Führungswagen die noch nicht aktivierte Lichtschranke passierte übermittelte ein als jogger verkleideter Terrorist ein Signal.

00:08:17: Ein weiterer Jogger rund fünfund achtzig Meter entfernt im Gebüsch der Taunusterme positioniert aktivierte daraufhin die Lichtschränke.

00:08:26: Ein dritter Wagen der Attentäter fährt derweil auf die Ecke der Straßeneinfahrt zum Seedammweg.

00:08:32: Er blockiert so den Verkehr, der entgegenkommen könnte um zu verhindern dass ein anderes Fahrzeug versehentlich vor Herrhausens Mercedes die Lichtschranke auslöst.

00:08:42: Um acht Uhr vier und dreißig unterbricht die Buchspitze von Herrhausen mercedes die Licht schranke und zündet den Sprengstoff.

00:08:49: Das durch die Explosion entstandene Kupferprojektil trifft exakt die rechte, hintere Seitentür des gepanzerten Mercedes.

00:08:57: Die Wucht der Explosion schleudert den zwei Komma acht Tonnen schweren Wagen fünfundzwanzig Meter weit.

00:09:04: Völlig zertrümmert bleibt er quer zur Fahrtrichtung liegen.

00:09:08: Alfred Herrhausen verblutet in wenigen Minuten am Tatort.

00:09:12: Die Personenschützer, die sich in den Begleitfahrzeugen befinden erreichen ihn erst acht bis neun Minuten nach der Explusion.

00:09:20: Sein Schuffeur Jakob Nix, verletzt durch Splitter an Kopf und Arm befreit sich aus dem Wrack und versucht Herrhausen zu helfen.

00:09:29: Doch die aus den Angeln gerissene Tür lässt sich nicht bewegen und sein verletzter Arm hindert ihn am Zugriff.

00:09:35: Einer der hinzukommenden Personenschützer führt ihn vom Fahrzeug weg.

00:09:40: Nix leidet lange unter dem Trauma dass er Herrhausennicht retten konnte.

00:09:45: Die sofort angeordnete Fahndung mit Personenkontrollen am Tartag bleibt erfolgreich.

00:09:51: Am Abend des dreißigsten November entdecken Ermittler den Fluchtwagen, den weißen Lancia Y-X-Fila im Frankfurter Stadtteil Bonamis.

00:10:00: Kurz nach dem Anschlag geriet die Rote Armeefraktion – kurz RAF – in den Fokus der Ermittlern.

00:10:07: Noch am Nachmittag des Dreißigste November, neunzehnhundertneinundachtzig bekannte sich die Organisation per Anruf bei der Familie Herrhausen zur Tat ergänzt durch ein am Tatort gefundenes in Plastikfolie eingeschweißtes Schreiben des Kommandos Wolfgang Beer.

00:10:25: Das erste Dokument war mit aufgeklebten Lettrassetbuchstaben gefertigt, das ist eine aufwendige Technik bei der einzelne Buchstaben mittels Druck von einer Trägerfolie auf Papier gerieben werden.

00:10:37: Es wirkte untypisch für die sonstigen Erklärungen der RAF, die meist auf der Schreibmaschine verfasst wurden.

00:10:44: Dieser Umstand löste bei den Behörden sofortige Zweifel aus.

00:10:48: Diese verstärkten sich als vier Tage später ein zweites, detaillierteres Schreiben bei Nachrichtenagenturen einging.

00:10:56: Experten und Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble äußerten jedoch auch hier Skepsis Die einfache Sprache des Textes stand in einem auffälligen Kontrast zur technischen Perfektion der Tat.

00:11:08: Das Bundeskriminalamt vermutete daher eher inhaptierte RAF-Mitglieder als Urheber – auch wenn die Tat später von ehemaligen Mitgliedern der Organisation zugegeben wurde.

00:11:20: Trotz des Bekenntnisses der RAF räumte das Bundeskriminalamt im März nineteenhundertneunzig ein, dass es keine konkrete Spur zu den individuellen Tätern gab.

00:11:31: Im Juli nineteenhundneinzig meldete sich jedoch Siegfried Nonne.

00:11:36: Er war ein ehemaliger Vermittlungsmann des hessischen Verfassungsschutzes, der Ninzehundertsechs und Achtzig wegen Unzuverlässigkeit entlassen wurde.

00:11:44: Nonne offenbarte sich als vermeintlicher Mittäter – und belastet sich selbst sowie Andrea Klump Christoph Seidler und zwei weitere Personen, die er als RAF-Mitglieder benennt.

00:11:56: Nonne behauptete, die vier hätten zwei Monate lang vor dem Anschlag in seiner Bad-Homburger Wohnung gelebt – und er sei an der Planung beteiligt gewesen.

00:12:06: Nach seiner Aussage wird Nonne zur Sicherheit im Rahmen des Zeugenschutzes in eine geschlossene psychiatrische Abteilung gebracht.

00:12:14: Bei einer Durchsuchung von Nonnes Keller fanden die Ermittler extrem geringe Sprengstoffspuren die allerdings von anderen Substanzen stammen, nicht vom dem beim Anschlag verwendeten TNT.

00:12:26: Im Dezember dekundneunzehnt neunzehnundneinzig wurde gegen Siegfried Nonne Haftbefehl erlassen.

00:12:32: Vollstreckt wurde er jedoch nicht weil Nonne von der sogenannten Kronzeugenregelung profitierte.

00:12:38: sie konnte angeklagten Strafmilderungen oder Straffreiheit ermöglichen wenn sie den Behörden bei der Aufklärung einer Straftat halten.

00:12:46: doch schon bald entsanden neue Zweifel an Nonnes Geschichte.

00:12:50: Sein Halbbruder Hugo Föller widersprach ihm.

00:12:54: Föeller hatte selbst bis kurz nach dem Anschlag in derselben Wohnung gewohnt, er sagte dass er dort niemals die fremden Personen gesehen habe von denen Nonne erzählt hatte.

00:13:04: auch andere Bewohner des Hauses bestätigten das ihnen keine unbekannten Personen aufgefallen seien.

00:13:11: Trotz dieser Zweifel präsentierte das Bundeskriminalamt Die Ermittlungen im Januar.

00:13:18: Die Behörden veröffentlichten Fahndungsbilder und suchten nach Andrea Klump, Christoph Seitler sowie zwei weiteren Personen die nur unter den Namen Stefan und Peter bekannt sind.

00:13:30: Nur zwei Tage später starb Hugo Völler im Alter von zweiundvierzig Jahren an einer Lungenentzündung.

00:13:36: Einige Monate später nahm der Fall eine überraschende Wendung.

00:13:40: Im Juli nineteenhundertzehnundneunzig trat Siegfried Nonne in der WDR-Sendung Monitor auf.

00:13:47: Dort wieder rief er seine bisherige Aussage.

00:13:50: Nonne behauptete, Mitarbeiter des Hessischen Verfassungsschutzes hätten ihm bedroht und dazu gezwungen die Geschichte zu erzählen.

00:13:57: Sie hätten ihn sogar angedeutet dass sie ihm etwas antun könnten.

00:14:01: Später bestätigte ein Mitarbeiter des Bundeskriminalamts das der hessische Verfassungschutz tatsächlich Kontakt zur Nonne aufgenommen hatte.

00:14:09: Außerdem wurde bekannt, dass Nonne schon mehrfach psychiatrisch behandelt worden war.

00:14:17: Nur wenige Tage vor seiner ersten Aussage war er aus einem längeren Psychiatrieaufenthalt entlassen worden.

00:14:25: Damit geriet seine Glaubwürdigkeit immer stärker unter Druck.

00:14:29: Trotzdem hielten die Behörden zunächst an seiner ursprünglichen Aussage fest.

00:14:34: Zwei Gutachten kamen sogar zu dem Ergebnis, dass eine erste Aussage glaubwürdig sei.

00:14:39: Sein späterer Widerruf wurde dagegen als unglaubwürdig eingestuft.

00:14:44: Nonne änderte seine Geschichte daraufhin erneut.

00:14:47: Nun behauptete er, die Journalisten der Sendung Monitor hätten ihn zu seinem Widerruf gedrängt.

00:14:54: Damit gab es inzwischen mehrere widersprüchliche Versionen seiner Geschichte.

00:14:58: Welche davon stimmt lässt sich bis heute nicht eindeutig klären?

00:15:03: Das Verfahren gegen Nonne wurde nineteenhundertvierundneunzig eingestellt.

00:15:08: Die Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit blieben jedoch bestehen und auch die Suche nach den tatsächlichen Tätern führte nicht weiter.

00:15:16: Die RAF hatte sich zwar zu dem Anschlag bekannt, trotzdem konnte die Bundesanwaltschaft keine konkreten Personen als Täter überführen.

00:15:24: Der Fall wurde deshalb weiterhin gegen unbekannt geführt.

00:15:28: Eine von der Bundesregierung ausgelobte hohe Belohnung brachte ebenfalls keine entscheidende Spur.

00:15:34: Am dreißigsten November nineteenhundertsechsundneunzig genau sieben Jahre nach dem Attentat wurde am Sedamweg ein Mahnmal für Alfred Herrhausen eingeweiht.

00:15:45: Eine gebrochene Stähle, ein hochkant stehender pfeilerartiger Steinblock erinnert dort an den Mord.

00:15:52: Und während sich der Fall immer wieder in Dokumentationen, Büchern und Filmen widerspiegelt bleibt die wichtigste Frage offen – wer waren die Menschen, die Alfred Herrhausen am Morgen des dreißigsten November nineteenhundertneunundachtzig ermordeten?

00:16:07: Das Attentat bleibt deshalb bis heute ein ungelöstes Terrorismus verbrechen!

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